Ravenna Park

Die neue Entlastungsstraße -
Das Multifunktionswunder

Halle Westfalen. 31. Oktober 2014. Die Entlastungsstraße trägt den Namen des Industrie- und Gewerbegebiets, das sie auch erschließt und nach Norden begrenzt: Ravenna-Park. Sie ist 1,5 Kilometer lang und acht Meter breit. Gebaut ist sie nach den Vorgaben der alten Bauklasse II als anbaufreie Hauptverkehrsstraße mit überregionaler Verbindungsfunktion.

Entlastungsstraße

Sie hat mehrere Funktionen: Zum einen ist sie das Rückgrat der neuen Umgehungs­straße um Künsebeck und Halle. Zum an­deren ist sie Teil eines neuen Wegenetzes im Südosten der Stadt, das einerseits das Industrie- und Gewerbegebiet Ravenna- Park erschließt und andererseits den Schleichverkehr über enge Straßen rund um die Delbrügge-Siedlung beendet. Sie dient ab Ende 2017 auch als kürzest möglicher Zubringer zur Autobahnauffahrt Künsebeck und wird auch den Verkehr aufnehmen, der auf der neuen A33 aus Richtung Steinhagen am Schnatweg ankommt. Und sie wird ab Ende 2018 auch als kürzest mögliche Umleitung genutzt, falls auf der Autobahn zwischen den beiden Anschlussstellen auf Haller Boden eine Vollsperrung nötig wird.

Mit ihrem Bau und ihrer Einbindung in das vorhandene Straßennetz wurden Teile der alten Kreisstraße (heute Kreisheide) verlegt und verbreitert, außerdem wurden 400 Meter Gemeindestraße, 2.400 Meter Radweg und 1.700 Meter Wirtschaftsweg sowie ein mehr als ein Kilometer langer Lärmschutzwall an der Nordseite neu gebaut. Die Bauzeit betrug 15 Monate. Die Baukosten summieren sich auf rund 5 Mio. Euro. 60 Prozent der Gesamtkosten steuert das Land Nordrhein-Westfalen bei. Die Straßenbaulast wird vorerst bei der Stadt Halle (Westf.) liegen.