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Luftreinhalteplan Halle/Westf. -
Umgehung entlastet Ortsdurchfahrt

Halle Westfalen. 31. Oktober 2014. Mit der Verkehrsfreigabe für die Haller Südumgehung wird eine weitere zentrale Maßnahme des Luftreinhalteplans Halle umgesetzt. Die Folge: Die Luftqualität in der Ortsdurchfahrt B68 wird sich weiter verbessern.

Auch Lastwagen mit mehr als 7,5 Tonnen Gewicht aus Richtung Bielefeld werden künftig südlich um Halle herum geführt. Das wird die Belastung mit Stickstoffdioxid in der Haller Ortsdurchfahrt weiter deutlich absenken. Schon jetzt hat sich die Luftqualität gebessert: Seit der richtungsbezogenen Sperrung der B 68 für Lastwagen ab 7,5 Tonnen in Richtung Bielefeld fahren täglich bereits etwa 850 Fahrzeuge weniger durch die Ortsdurchfahrt als zuvor (etwa 1.350 Fahrzeuge). Das zeigt sich deutlich in den Stickstoffdioxid-Messwerten: Die Belastung sank von 57 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (Stickstoffdioxid-Jahresmittelwert 2012) auf 52 Mikrogramm (Jahresmittelwert 2013).

Die Freigabe der neuen Südumfahrung werden die Lkw-Bewegungen und damit die Stickstoffdioxid-Werte weiter reduzieren. Prognosen gehen auch für die Gegenrichtung von einem Minus der Fahrzeugzahlen in ähnlicher Größenordnung aus.

Die Freigabe der Strecke ist auch eine gute Nachricht für die Anwohner der großräumigen Umleitung im Kreis Gütersloh und den Städten Gütersloh und Bielefeld: Die Umleitung wird im gleichen Zuge teilweise zurück genommen. Seit etwa 15 Monaten waren Lkw, die von Osnabrück über die B 68 kamen, auf dieser Route unterwegs. Auch diese Fahrzeuge nutzen dann die ortsnahe Strecke. "Die Anwohner werden nun schon zwei Monate früher als zunächst angenommen wieder von diesem Umleitungsverkehr entlastet", sagt Tanja Möller, Dezernentin für Immissionsschutz bei der Bezirksregierung Detmold. Der umfangreiche Ausbau des Schnatwegs war ursprünglich erst zum Anschluss der A 33 geplant. Der Luftreinhalteplan hatte es jedoch nötig gemacht, diese Maßnahme vorzuziehen.

Zum Hintergrund

Der Luftreinhalteplan Halle ist am 3. Juni 2013 in Kraft getreten und sieht ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur Reduzierung der Stickstoffdioxidbelastung in der Ortsdurchfahrt der B 68 in Halle vor. Grund hierfür sind die über dem gesetzlichen Grenzwert liegenden Stickstoffdioxidwerte, die an der B 68/Lange Straße, Höhe Amtsgericht, gemessen werden. Diese Überschreitung machte es erforderlich, durch die Bezirksregierung Detmold einen Luftreinhalteplan aufzustellen.

Zahlreiche Maßnahmen sind bereits umgesetzt. Dazu zählen die richtungsbezogene Sperrung der B 68 aus Richtung Borgholzhausen für den Schwerverkehr über 7,5 Tonnen seit Sommer 2013, die Umstellung der Straßenreinigung in der Lange Straße auf Schwachverkehrszeiten und die Umstellung der kommunalen Fahrzeugflotte (Abfallentsorgung und Straßenreinigung) auf emissionsarme Fahrzeuge.