Ravenna Park

B68 in Halle wird ab Oktober für durchfahrende Lkw voll gesperrt

Schwerverkehr soll künftig nur noch über die Entlastungsstraße rollen

HalleWestfalen. 31. Juli 2014. Mit dem für Herbst dieses Jahres angekündigten Abschluss der Bauarbeiten an Schnatweg und Taten­hausener Straße soll die neue Verkehrsverbindung von Anfang an den ihr zugedachten Zweck erfüllen – als Entlastungsstraße für die durch die Kernbereiche von Halle und Künsebeck führende Bundesstraße 68. Wie heute bekanntgeworden ist will der Kreis Gütersloh spätestens Ende Oktober die B68 in Halle beidseitig für den durchfahrenden Schwerlastverkehr sperren.

Wenn der neue Schnatweg – die künftige Zufahrt von der B68 zur Autobahn – und die Überführung der Tatenhausener Straße über die künftige Autobahntrasse fertig sind, rollt künftig der Großteil des Lkw-Verkehrs durch das neue Gewerbegebiet Ravenna Park. Die gleichnamige Straße wird damit die ihr zugedachte Funktion als Entlastungsstraße erfüllen. Entsprechend breit und tragfähig ist sie gebaut worden, versehen mit einem Lärmschutzwall zu der nördlich liegenden Wohnbebauung.

Wie von den Experten erwartet hat die seit fünf Monaten geltende einseitige Sperrung der B68 für schwere Lkw die Stickstoff­dioxyd­belas­tung in der Haller Innenstadt nur unwesentlich gesenkt. Die laufend gemessenen Werte sanken im Jahresmittel von 58 auf 52 Milligramm pro Liter Luft. 800 Lkws weniger pro Tag rollten durch Halle. Der Grenzwert von 40 mg/l beschreibt zugleich das Ziel des Luftreinhalteplans.

Mit der künftig kompletten Sperre für durchfahrende Schwer-Lkws wird der Wert weiter sinken. Ob er den Grenzwert dann schon unterschreiten kann, bezweifeln die Experten. Prof. Eugen de Groot, bis vor kurzem Immissionsschutzbeauftragter der Bezirksregierung, hatte bereits angekündigt, dass nur ein Lückenschluss der A33 das Problem der Luftbelastung in der Haller Innenstadt dauerhaft lösen kann.