Ravenna Park

Konferenz der Ravenna Park-Bauherren bei TWO

Investoren prüfen Formen der Zusammenarbeit

Idee und Ziel: Teile der Infrastruktur gemeinsam nutzen

HalleWestfalen. 11. März 2014. Anfangs stand nur das Thema Energie auf der Agenda, am Ende ging es um viel mehr: Bei der TWO trafen sich jetzt Projektleiter und Planer aller Firmen, die im interkommunalen Gewerbegebiet Ravenna-Park bauen wollen. Am Ende gab es eine Liste von Infrastruktur-Themen, an denen die Investoren gemeinsam weiterarbeiten wollen.

Synergie-Workshop
Die Projektleiter der Ravenna Park-Investoren kamen mit ihren General- und Fachplanern nach Halle, um miteinander Möglichkeiten der Kooperation zu diskutieren. Stadt und TWO stellten vor, welche Vorarbeiten bereits geleistet sind.

Prof. Jürgen Probst
Prof. Jürgen Probst führte die Teilnehmer des Synergie-Workshops in die verschiedenen Infrastrukturthemen ein.

Ravenna Park-Manager Jürgen Keil hatte die Ver­antwortlichen und Planer der Firmen Gerry Weber AG (Halle), Hym­men Indus­trie­anlagen GmbH, Eriks Deutschland GmbH (beide Bielefeld) sowie Keppel & Kompagnon (Steinhagen) eingeladen. Prof. Jörg Probst übernahm die Mo­deration und führte in die Themenfelder ein.

Dabei war das Thema Energie schnell vom Tisch: TWO-Technikchef Jens Kohlmeier berichtete, dass die TWO ausreichend Strom und Erdgas in den Ravenna Park liefern werde. Die vier Unternehmensvertreter berichteten, dass sie im wirtschaftlich vertretbaren Rahmen über Blockheizkraftwerke Wärme und Strom erzeugen wollen, dazu planen die meisten den Bau von Photovoltaikanlagen. Kälte und Wärme werden nur in überschaubaren Mengen gebraucht - nur Hymmen produziert im Ravenna Park, die drei anderen betreiben hauptsächlich Warenumschlag oder Verwaltungsgebäude mit kleinen bis mittelgroßen IT-Anlagen. Dass die TWO und die Stadt eine gute Vorarbeit geleistet haben, zeigte auch die Diskussion um Wasser, Abwasser und Regenwasser.

Und es fanden sich einige Möglichkeiten für eine künftige Zusammenarbeit: So zum Beispiel beim Vorhalten von Löschwasser. Die drei größten Betriebe liegen eng beieinander, der Bau von Verbindungsleitungen scheint möglich zu sein. Hier könnten sich die beiden kleineren Projekte an das größte andocken. Weitere Synergien öffnen sich eventuell beim Thema Catering für Mitarbeiter und Gäste. Weber will ein Betriebsrestaurant bauen, auch um die Kunden des Outlets zu bewirten. Gemeinsam wird geprüft, ob bei insgesamt bis zu 1.000 Mitarbeitern in den vier planenden Unternehmen eine Kooperation Sinn macht.

Weitere Themen werden das Gebäude- und das Sicherheitsmanagement, die Breitbandversorgung und die Anbindung an den öffentlichen Personen-Nahverkehr sein. Eckard Hoffmann von der Stadt Halle berichtete, dass im neuen Straßennetz des Ravenna Parks bereits zwei Bushaltestellen entstehen. Für einen gemeinsam betriebenen Shuttle-Verkehr zum Bahnhof Künsebeck oder eine Verschwenkung bestehender Buslinien durch das Gewerbe- und Industriegebiet will man später in den Unternehmen um Akzeptanz werben.

Für die Investoren dankte Hymmen-Vorstand Thomas Welling den Gastgebern Stadt und TWO: "Wir finden die Idee, die Bauherren frühzeitig an einen Tisch zu bringen, außerordentlich gut." Einig waren sich alle darin, die Gespräche über mögliche Synergien und Kooperationen untereinander fortzusetzen.